Anatomie

Bewegungsumfang

Klinische Knieuntersuchung

Bildgebung

Frakturklassifikation

Abschlusstest

Inspektion

Ganganalyse

Sofern es die Verletzung zulässt, soll das Gangbild des Patienten beurteilt werden.

Die Untersuchung muss bei vollständig entkleideten Beinen durchgeführt werden.

1. Schwellung / Erguss?

Neben einer diffusen Kniegelenksschwellung, findet sich häufig ein posttraumatischer Kniegelenkserguss. Daneben können an zahlreichen Stellen des Kniegelenks lokalisierte Schwellungen auftreten, welche erst in Verbindung mit der Palpation und zusätzlicher Diagnostik differenzierbar sind.

2. Muskelatrophie?

Bei weiter zurückliegenden Verletzungen des Kapselbandapparates oder bei Meniskusläsionen findet sich eine Atrophie des M. quadriceps, insbesondere des M. vastus medialis. Jede Atrophie des M. vastus medialis vermindert die mediale Patellazügelung mit der Folge einer verstärkten Lateralisation der Patella durch das relative Übergewicht des M. vastus lateralis.

3. Hautveränderungen?

Aus der Art und Lokalisation von Hautwunden wird auf die Art und Richtung der einwirkenden Kraft geschlossen. Findet sich eine offene oder verschorfte Wunde, wird wegen des Infektrisikos auf einen operative Eingriff, auch eine Arthroskopie, verzichtet, bis die Wunde abgeheilt ist.

4. Streckhemmung?

Eine Behinderung der Extension kann akut oder langsam progredient auftreten. Die häufigste Ursache für eine akute Streckhemmung ist eine Meniskusläsion.

5. Spontane hintere Schublade?

Die auf einer Seite zurückgesunkene Tuberositas tibiae wid bis zum Beweis des Gegenteils als Ruptur bzw. Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes angesehen.

6. Beinachse?

Ein Genu recurvatum und/oder valgum sind prädisponierende Faktoren für eine Patellaluxation. Bei Patienten mit Genu varum und Schmerzen medial ist eine Läsion des Innenmeniskus naheliegend.

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